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Datenbank zum deutschen und europäischen Wirtschaftsrecht

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Whistle-Blowing

Das Whistle-Blowing stammt vom Englischen "to blow a whistle" ab und beschreibt die anonyme Meldung eines Rechtsverstoßes im Unternehmen. Es kann unterschieden werden zwischen dem internen Whistle-Blowing, also der Meldung an eine unternehmensinterne Person, sowie dem externen Whistle-Blowing, also der Meldung an eine staatliche Stelle. Das Whistle-Blowing zeichnet sich durch die Anonymität der meldenden Person aus. Einerseits soll hierdurch die meldende Person vor Übergriffen durch die Kollegen geschützt werden, andererseits soll die Hemmschwelle zur Abgabe einer solchen Meldung gesenkt werden.

Problematisch ist in Deutschland aufgrund fehlenden gesetzlichen Schutzes des Whistle-Blowers das externe Whistle-Blowing; insofern besteht ein Konflikt zwischen den Grundrechten des Arbeitgebers und denen des Arbeitnehmers. Nach der geltenden Rechtsprechung muss der Arbeitnehmer grundsätzlich zuerst unternehmensintern für Abhilfe sorgen, bevor er sich an staatliche Stellen wendet. Andernfalls riskiert er eine außerordentliche Kündigung (vgl. BVerfG v. 2.7.2001, NJW 2001, 3474; BAG v. 3.7.2003, NZA 2004, 427; BAG v. 7.12.2006, NZA 2007, 502).


Siehe auch: Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Whistleblowing, online im Internet:
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