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Datenbank zum deutschen und europäischen Wirtschaftsrecht

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Bankenunion

Abkürzungen:

 

Als Reaktion auf die im Jahr 2008 ausgebrochene Finanzkrise hat die Europäische Kommission eine Reihe an Maßnahmen mit dem Ziel ergriffen, einen sicheren und soliden Finanzsektor im Binnenmarkt zu schaffen. Diese Maßnahmen sind in einem einheitlichen Regelwerk normiert ("single rulebook"), welches für all 28 Mitgliedstaaten der EU anwendbar ist, und beinhalten strengere aufsichtsrechtliche Auflagen für Banken, einen verbesserten Anlegerschutz und Regeln für die geordnete Abwicklung von in Schwierigkeiten geratenen Banken. Das einheitliche Regelwerk bildet die Grundlage der Bankenunion.
Als die Finanzkrise sich in eine Schuldenkrise innerhalb der Eurozone fortentwickelte, wurde die zunehmende wechselseitige Abhängigkeit zwischen den Euro-Staaten offenkundig und daraus resultierend die Notwendigkeit einer vertieften Integration des Bankensystems. Das ist der Hintergrund für die Entscheidung der EU Institutionen, auf der Basis des Fahrplans der Europäischen Kommission zur Bankenunion, einen Einheitlichen Aufsichtsmechanismus als auch einen Einheitlichen Abwicklungsmechanismus zu schaffen. Zudem ist ein gemeinsames System der Einlagensicherung geplant. Dieses wurde jedoch vertagt und stattdessen zunächst die nationalen Einlagensicherungssysteme harmonisiert. Die Bankenunion findet auf die Staaten der Eurozone Anwendung. Nicht-Euro-Staaten können der Bankenunion beitreten.
 

(Quelle: h​t​t​p​:​/​/​e​c​.​e​u​r​o​p​a​.​e​u​/​f​i​n​a​n​c​e​/​g​e​n​e​r​a​l​-​p​o​l​i​c​y​/​b​a​n​k​i​n​g​-​u​n​i​o​n​/​i​n​d​e​x​_​d​e​.​h​t​m)







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