Logo Uni Augsburg
Sprache: Deutsch Englisch Französisch Chinesisch  | Drucken | Print | Imprimer | Login

Datenbank zum deutschen und europäischen Wirtschaftsrecht

Sie sind hier: Home Navigationspfeil Glossar
CELOS

G20

Die Gruppe der Zwanzig (G20) ist seit 2009 das zentrale Forum für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die bedeutendsten Industrie- und Schwellenländer stimmen sich dort über die notwendigen wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen ab.

Die G20 ist – wie die G8 – ein informelles Forum. Sie ist keine internationale Organisation, sie besitzt weder einen eigenen Verwaltungsapparat noch eine permanente Vertretung ihrer Mitglieder.

Auf Grund der informellen Strukturen spielt die jeweilige G20-Präsidentschaft eine besonders wichtige Rolle. Die Organisation sowie die Agenda der G20-Gipfel liegen in den Händen der jeweiligen Präsidentschaft.

Die G20-Staaten repräsentieren rund 90 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP), 80 Prozent des Welthandels und rund zwei Drittel der Weltbevölkerung.

Mitglieder der G20

Der G20 gehören 19 Staaten sowie die EU an. Dies sind:

  • Argentinien
  • Australien
  • Brasilien
  • China
  • Deutschland
  • Frankreich
  • Großbritannien
  • Indien
  • Indonesien
  • Italien
  • Japan
  • Kanada
  • Mexico
  • Russland
  • Saudi Arabien
  • Südafrika
  • Südkorea
  • Türkei
  • Vereinigten Staaten von Amerika

An den G20-Gipfeln nehmen regelmäßig außerdem folgende Internationale Organisationen teil: Internationaler Währungsfonds (IWF), Weltbank (WB), Financial Stability Board (FSB), Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Welthandelsorganisation (WTO), Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und die Vereinten Nationen (VN).

Darüber hinaus kann das Vorsitzland weitere Staaten und Regionalorganisationen einladen. Bei den letzten Gipfeln waren dies Spanien, die Niederlande, die Afrikanische Union (AU), der Verbund Südostasiatischer Staaten (ASEAN) und die Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas (NEPAD).

Wie entstand die G20?

Als Reaktion auf die Finanzkrise der neunziger Jahre in Asien beschlossen die G7-Finanzminister 1999 die Einrichtung der G20 als Gruppe der Finanzminister und Notenbankchefs der bedeutendsten Industrie- und Schwellenländer. Das Gründungstreffen fand im Dezember 1999 in Berlin unter deutschem Vorsitz statt.

Angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise kamen im Herbst 2008 zum ersten Mal die Staats- und Regierungschefs der G20 zu einem Gipfeltreffen zusammen. Sie erstellten einen Maßnahmenkatalog, um in der Krise deutlich gewordene Schwächen des Weltfinanzsystems möglichst rasch mit geeigneten Reformen zu beseitigen und die Folgen der Krise für die Realwirtschaft einzudämmen. Seitdem ist die G20 der zentrale Impulsgeber bei der Entwicklung von Lösungen für die globalen Herausforderungen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise.

Das neue Gipfelformat der G20-Staats- und Regierungschefs ersetzt nicht das G20-Format der Finanzminister und Notenbankchefs. Die G20-Finanzminister treffen sich gemeinsam mit den Notenbankchefs vor jedem Gipfel, um ihre Finanzpolitiken aufeinander abzustimmen und das internationale Finanzsystem zu stärken. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag bei der Vorbereitung der G20-Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs.

Wie arbeitet die G20?

Der sichtbarste Teil des G20-Prozesses sind die jährlichen Gipfeltreffen, deren Organisation und Vorbereitung in den Händen der jeweiligen Präsidentschaft liegen. Im Vorfeld der Gipfel entwickelt sich zwischen den Regierungen ein dichter Prozess der politischen Abstimmung.

Bisher hat es auf Ebene der Staats- und Regierungschefs ein Gipfeltreffen im November 2008 in Washington gegeben, zwei im Jahr 2009 im April in London und im September in Pittsburgh, eines im Juni 2010 in Toronto und im November 2010 in Seoul. Ab 2011 soll es jährlich nur ein Gipfeltreffen geben.

Die Themen für den Gipfel werden von hochrangigen Mitarbeitern vorbereitet. Diese werden "Sherpas" genannt. Zu den Vorbereitungen treffen sich die "Sherpas" mehrmals im Jahr. Der deutsche "Sherpa" (persönlicher Beauftragter der Bundeskanzlerin für die Weltwirtschaftsgipfel der G8- und G-20-Staaten) ist Jens Weidmann, wirtschafts- und finanzpolitische Berater der Bundeskanzlerin.

 

Quellen:

h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​g​2​0​.​o​r​g​/​a​b​o​u​t​_​i​n​d​e​x​.​a​s​p​x

h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​b​u​n​d​e​s​r​e​g​i​e​r​u​n​g​.​d​e​/​n​n​_​1​0​3​0​9​1​6​/​C​o​n​t​e​n​t​/​D​E​/​S​t​a​t​i​s​c​h​e​S​e​i​t​e​n​/​B​r​e​g​/​G​8​G​2​0​/​G​2​0​-​u​e​b​e​r​s​i​c​h​t​.​h​t​m​l

h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​a​u​s​w​a​e​r​t​i​g​e​s​-​a​m​t​.​d​e​/​D​E​/​A​u​s​s​e​n​p​o​l​i​t​i​k​/​G​l​o​b​a​l​e​F​r​a​g​e​n​/​G​2​0​/​U​e​b​e​r​s​i​c​h​t​_​n​o​d​e​.​h​t​m​l


 







Nach oben | Top