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Datenbank zum deutschen und europäischen Wirtschaftsrecht

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G8

Die Gruppe (G8) ist ein informelles Forum der Staats- und Regierungschefs aus acht Industrieländern. Auf ihren jährlichen Gipfeltreffen stimmen sie die gemeinsamen Positionen zu globalen politischen Fragestellungen ab - insbesondere zu den Bereichen Außen- und Sicherheitspolitik, Entwicklung und Klima.

Sie ist – wie die G20 – keine internationale Organisation, sie besitzt weder einen eigenen Verwaltungsapparat noch eine permanente Vertretung ihrer Mitglieder. Auf Grund der informellen Strukturen spielt die jeweilige G8-Präsidentschaft eine besonders wichtige Rolle. Die Organisation sowie die Agenda der G8-Gipfel liegen in den Händen der jeweiligen Präsidentschaft.

Deutschland hatte zuletzt 2007 die G8-Präsidentschaft inne.

Die Mitglieder der G8

Zu der Gruppe der Acht (G8) gehören:

  • Deutschland
  • Frankreich
  • Großbritannien
  • Italien
  • Japan
  • Kanada
  • Russland
  • Vereinigten Staaten von Amerika

Außerdem ist die Europäische Kommission vertreten.  Der Vorsitz innerhalb der Gruppe wechselt jährlich unter den Mitgliedern. Im Januar 2013 hat Großbritannien turnusgemäß die G8-Präsidentschaft übernommen.

Der sichtbarste Teil des G8-Prozesses sind die jährlichen Gipfeltreffen, zu denen die Staats- und Regierungschefs üblicherweise zur Jahresmitte vom Vorsitz eingeladen werden. Diese Treffen bieten ihnen die Möglichkeit, im persönlichen Gespräch ihre Standpunkte auszutauschen.

Neben den Gipfeltreffen gibt es regelmäßige Zusammenkünfte der Außenminister der G8, um außenpolitische Fragen zu erörtern. Ebenso treffen sich die Finanzminister, um Währungs- und Finanzfragen zu behandeln. Andere Fachminister treffen sich ebenfalls im G8-Kreis, beispielsweise die Umwelt- oder die Entwicklungsminister.

Entstehungsgeschichte der G8

Angefangen hat alles 1975 mit Kamingesprächen auf Schloss Rambouillet nahe Paris. Die Ölkrise und der Zusammenbruch des Systems fester Wechselkurse hatte damals einen weltweiten Wirtschaftsabschwung ausgelöst.

Vor diesem Hintergrund lud der französische Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing Deutschland, Italien, Japan, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten von Amerika ein. In einem persönlichen Meinungsaustausch auf höchster politischer Ebene wollten diese sechs ihre Wirtschaftpolitiken aufeinander abstimmen.

Im folgenden Jahr stieß Kanada zu der Gruppe. Seit dem Gipfel von London 1977 nimmt auch der Präsident der Europäischen Kommission teil. Die EU selbst ist aber nicht Mitglied der G8.

Mit dem Ende des Kommunismus wurde auch die Russische Föderation eingebunden, erst inoffiziell und seit 1998 als offizielles Mitglied der Gruppe. So wurde die G6 erst zur G7 und schließlich zur G8.

Funktionsweise der G8-Prozesse

Der G8-Prozess besteht aus mehr als nur den Gipfeltreffen. Im Lauf der Jahre hat sich rund um dieses Ereignis zwischen den Regierungen der G8 ein dichter Prozess der politischen Abstimmung entwickelt. Die Themen für den Gipfel und die Ministertreffen werden von hochrangigen Mitarbeitern der Staats- und Regierungschefs und von den Ministern vorbereitet, die in der G8-Sprache "Sherpas" und "Sous-Sherpas" genannt werden. Diese treffen sich dazu mehrmals im Jahr.

 

Quellen:

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