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Datenbank zum deutschen und europäischen Wirtschaftsrecht

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Financial Stability Board

Abkürzungen: FSB

Das FSB wurde zur besseren internationalen Koordination nationaler Finanzaufsichtsbehörden und internationaler normsetzender Gremien gegründet. Das FSB soll zur Implementierung einer effektiven Regulierung und Überwachung beitragen. Das FSB setzt sich aus Vertretern der Finanzministerien, Zentralbanken, Aufsichtsbehörden sowie Repräsentanten wichtiger internationaler Institute und Gremien zusammen.

Mitglieder:

Vertreten sind folgende Länder bzw. Gebiete:

  • Argentinien
  • Australien
  • Brasilien
  • China
  • Deutschland
  • Frankreich
  • Hongkong
  • Indien
  • Indonesien
  • Italien
  • Japan
  • Kanada
  • Mexiko
  • Niederlande
  • Russland
  • Saudi Arabien
  • Schweiz
  • Singapur
  • Südafrika
  • Südkorea
  • Türkei
  • USA
  • Vereinigtes Königreich

Des Weiteren gehören folgende Internationale Organisationen, normsetzende Gremien und andere Gruppierungen zum FSB:

  • Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) / Bank for International Settlements (BIS)
  • Europäische Zentralbank (EZB) / (European Central Bank) (ECB)
  • Europäische Kommission (EK) / (European Commission) (EC)
  • Internationaler Währungsfond (IWF) / International Monetary Fund (IMF)
  • Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung / (Organisation for Economic Co-operation and Development) (OECD)
  • Weltbank / (The World Bank)
  • Basler Ausschuss für Bankenaufsicht / (Basel Committee on Banking Supervision) (BCBS)
  • Ausschuss für das globale Finanzsystem / (Committee on the Global Financial System) (CGFS)
  • Ausschuss für Zahlungsverkehrs- und Abrechnungssysteme / (Committee on Payment and Settlement Systems) (CPSS)
  • Internationale Vereinigung der Versicherungsaufsichtsbehörden / (International Association of Insurance Supervisors) (IAIS)
  • Ausschuss für internationale Standards der Rechnungslegung / (International Accounting Standards Board) (IASB)
  • Internationale Vereinigung der Versicherungsaufsichtsbehörden / (International Organization of Securities Commissions) (IOSCO)

Aufgaben:

Das FSB soll ist die Stabilität des internationalen Finanzsystems erhöhen. Dazu soll das FSB zum einen Schwachstellen des internationalen Finanzsystems identifizieren, Vorschläge zu ihrer Beseitigung unterbreiten (politische Handlungsempfehlungen) und deren Umsetzung überwachen. Zum anderen soll das FSB die Regulierungs- und Aufsichtspolitik in Finanzsektorfragen auf der internationalen Ebene koordinieren sowie die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen den entsprechenden Institutionen in diesen Bereichen intensivieren. Im Rahmen dieses Mandats erhält es konkrete Arbeitsaufträge, nicht nur von den Finanzministern und Notenbankpräsidenten, sondern auch von den Gipfeltreffen der G20-Staats- und -Regierungschefs.

Entstehungsgeschichte:

Der Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board – FSB) wurde im Februar 1999 von den Finanzministerien und Zentralbankgouverneuren der G7 als Financial Stability Forum (FSF) errichtet und auf dem G20-Gipfel im April 2009 als FSB mit erweitertem Mandat und einem erweiterten Mitgliederkreis neu gegründet

Arbeitsweise:

Im Auftrag der G20 behandelt der Finanzstabilitätsrat in seinem Plenum, seinen drei ständigen Ausschüssen sowie in verschiedenen Arbeitsgruppen finanzsektorbezogene Fragestellungen der internationalen Staatengemeinschaft und berichtet an die G20-Finanzminister und -Zentralbankpräsidenten.

Von besonderer Bedeutung für die Krisenprävention ist dabei die Anwendung international anerkannter Standards und Kodizes, die eine tragfähige Finanzsektorpolitik, Transparenz, eine solide Infrastruktur sowie eine wirksame Aufsicht über das Finanzsystem gewährleisten sollen. Das FSB hat die wichtigsten Standards für ein stabiles Finanzsystem zusammengestellt. Die aus Sicht der Finanzstabilität besonders wichtigen und daher prioritär umzusetzenden Politikbereiche werden als „Kernstandards“ besonders herausgestellt:

Die FSB-Mitgliedsländer sind verpflichtet, diese internationalen Standards einzuhalten sowie die Stabilität, Transparenz und Offenheit ihrer Finanzsysteme zu wahren. Sie sind außerdem verpflichtet, ihre Finanzsektoren regelmäßig im Rahmen internationaler partnerschaftlicher Überprüfungsverfahren (Peer Reviews) begutachten zu lassen und sich den Finanzsektorüberprüfungen des IWF und der Weltbank zu unterziehen (Financial Sector Assessment Program, FSAP).

Quellen:

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