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  Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz

 

I. Allgemeine Informationen

Titel

Gesetz zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarkts

Abkürzungen Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz, AnsFuG
Status: Verabschiedetes Gesetz
Beschreibung

Integre, effiziente und transparente Kapitalmärkte sind entscheidende Voraussetzungen dafür, dass die Finanzdienstleistungsindustrie ihrer dienenden Funktion gegenüber der Volkswirtschaft als Ganzes nachkommen kann. Im Rahmen der Finanzmarktkrise wurde an verschiedenen Stellen jedoch deutlich, dass Defizite an den Kapitalmärkten bestehen. Diese Defizite drohen das Vertrauen der Marktteilnehmer und insbesondere der Gesamtbevölkerung in funktionsfähige Märkte und ein faires, kundenorientiertes Finanzdienstleistungsangebot zu unterhöhlen.
Im Grauen Kapitalmarkt können Anlegern durch unseriöse Produktanbieter und Produktvertreiber finanzielle Schäden im Hinblick auf die von Ihnen getroffenen Investments drohen. Als ein Grund hierfür muss das vergleichsweise geringe Regulierungsniveau im Graumarktbereich gelten.
Beim Schutz von Privatanlegern vor Falschberatung deuten sowohl praktische Erfahrungen als auch Studien aus jüngerer Vergangenheit darauf hin, dass das Gebot der anlegergerechten Beratung in der Beratungspraxis nicht ausreichend zur Geltung kommt. Vielmehr droht sich in der öffentlichen Diskussion der Eindruck zu verfestigen, dass die Beratungsleistung der Institute wesentlich durch Vertriebsvorgaben und Provisionsinteressen beeinflusst wird und Kundeninteressen nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Leerverkäufe ermöglichen es, ohne den Einsatz größerer finanzieller Mittel, Gewinne bei fallenden Kursen zu erzielen. Insbesondere die Durchführung ungedeckter Leerverkaufsgeschäfte kann zu Instabilitäten auf den Finanzmärkten führen oder diese verstärken. Die Intransparenz über den Umfang von Leerverkaufspositionen erschwert eine sachgerechte Beurteilung der Lage auf den Finanzmärkten.
Die wertpapierhandelsrechtlichen Vorschriften zur Beteiligungstransparenz erfassten bislang neben dem Halten von Stimmrechten lediglich solche Finanzinstrumente, die ihrem Inhaber das Recht verleihen, mit Stimmrechten verbundene Aktien zu erwerben. Die Nutzung nicht meldepflichtiger Finanzinstrumente ermöglichte in der Vergangenheit in konkreten Fällen ein unbemerktes „Anschleichen“ an Unternehmen, bspw. bei Übernahmetransaktionen; dies konnte auch zu einer Verringerung der Liquidität an den Börsen führen und Marktverwerfungen hervorrufen.
Die offenen Immobilienfonds investieren langfristig in Immobilien, versprechen aber bisher die tägliche Verfügbarkeit der angelegten Mittel. Diese Fristeninkongruenz beeinträchtigt die Stabilität des Produkts und könnte sich zum Nachteil der Anleger, insbesondere der zahlreichen Privatanleger, in offenen Immobilienfonds auswirken.
Ziel muss es angesichts der bestehenden Defizite daher sein, das Funktionieren der Kapitalmärkte zu verbessern und damit das Vertrauen in deren Integrität wiederherzustellen.

 

II. Textfassungen und Entstehungsgeschichte

 

1. Allgemeine Informationen

Beschluss 05.04.2011
Verkündung 07.04.2011
BGBl. Teil I Nr. 14/538
Text Deutsch
 

2. Gesetzgebungsgeschichte

17.11.2010 Gegenäußerung der Bundesregierung auf die Stellungnahme des Bundesrates BT-Drucksache 17/3803 PDF-Datei
08.11.2010 Gesetzesentwurf der Bundesregierung BT-Drucksache 17/3628 PDF-Datei
05.11.2010 Stellungnahme Bundesrat BR-Drucksache 584/10(B) PDF-Datei
25.10.2010 Empfehlungen der Ausschüsse BR-Drucksache 584/1/10 PDF-Datei
24.09.2010 Gesetzesentwurf der Bundesregierung BR-Drucksache 584/10 PDF-Datei
21.09.2010 Regierungsentwurf PDF-Datei
03.05.2010 Diskussionsentwurf PDF-Datei
 

3. Stellungnahmen

01.12.2010 BundesInitiative der Honorarberater PDF-Datei
30.11.2010 Schirp, Dr. Wolfgang, Rechtsanwälte Schirp Schmidt-Morsbach Neusel PDF-Datei
30.11.2010 Prof. Dr. Heribert Hirte PDF-Datei
29.11.2010 Nieding, Klaus, Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft PDF-Datei
29.11.2010 Prof. Dr. Kai-Oliver Knops PDF-Datei
29.11.2010 Verbraucherzentrale Hamburg PDF-Datei
27.11.2010 Bundesverband Finanzdienstleistung e. V. PDF-Datei
26.11.2010 Deutsche Bundesbank PDF-Datei
26.11.2010 Tilp Rechtsanwälte PDF-Datei
26.11.2010 Prof. Dr. Martin Schmidt-Kessel PDF-Datei
26.11.2010 Prof. Dr. Martin Schmidt-Kessel, Universität Bayreuth PDF-Datei
26.11.2010 Institut für Finanzdienstleistungen e.V. (IFF) PDF-Datei
26.11.2010 Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e. V. (BDA) PDF-Datei
26.11.2010 Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) PDF-Datei
26.11.2010 Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V. (VAB) PDF-Datei
26.11.2010 Prof. Dr. Christoph Seibt PDF-Datei
26.11.2010 Zentraler Kreditausschuss (ZKA) PDF-Datei
26.11.2010 Deutscher Derivate Verband (DDV) PDF-Datei
26.11.2010 Hahn, Peter, Hahn Rechtsanwälte Partnerschaft PDF-Datei
26.11.2010 Danne, Dr. Matthias, DekaBank - Deutsche Girozentrale AdöR PDF-Datei
26.11.2010 Tenhagen, Hermann-Josef, Stiftung Warentest - Finanztest PDF-Datei
25.11.2010 Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. (DSW) PDF-Datei
25.11.2010 Verband Unabhängiger Finanzdienstleistungs-Unternehmen in Europa e. V. (VOTUM e.V.) PDF-Datei
25.11.2010 Credit Suisse Asset Management PDF-Datei
24.11.2010 Prof. Dr. Dr. h.C. Uwe H. Schneider, Technische Universität Darmstadt PDF-Datei
24.11.2010 Bundesverband der Immobilien-Investment-Sachverständigen e.V. (BIIS e.V.) PDF-Datei
24.11.2010 BIIS Bundesverband der Immobilien Investment Sachverständigen e. V.
Stellungnahme zu: Regierungsentwurf
PDF-Datei
23.11.2010 Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) PDF-Datei
23.11.2010 Mattil & Kollegen PDF-Datei
22.11.2010 Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) PDF-Datei
20.11.2010 Vorsitzender Richter am OLG Dr. Bernd Müller-Christmann (OLG Karlsruhe) PDF-Datei
18.11.2010 Union Asset Management Holding AG PDF-Datei
12.11.2010 Deutsches Aktieninstitut (DAI) PDF-Datei
05.11.2010 Allianz SE PDF-Datei
11.2010 Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) PDF-Datei
25.10.2010 Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) PDF-Datei
28.05.2010 Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) PDF-Datei
28.05.2010 Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBZ) PDF-Datei
Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DSTG) PDF-Datei
 

III. Geänderte, aufgehobene, eingeführte Gesetze

Änderung WpHG
Änderung InvG
Änderung WpAIV
Änderung WpÜGDeutsch
Spacer
Änderung WpÜG-AngebV
Änderung RStruktFG
Änderung Finanzmarktstabilisierungsbeschleunigungsgesetz
Änderung Wertpapierdienstleistungs-Verhaltens- und OrganisationsverordnungDeutsch
Spacer
 

IV. Sonstiges

 

1. Sonstiges

Bundesministerium der Finanzen
03.05.2010

Diskussionsentwurf für eine  Verordnung über den Einsatz von Mitarbeitern in der Anlageberatung, als Vertriebsbeauftragte und Compliance-Beauftragte und die Anzeigepflichten nach § 34d des Wertpapierhandelsgesetzes

PDF-Datei
Bundesministerium der Finanzen
02.03.2010

Eckpunktepapier

PDF-Datei
 

V. Literatur

Möllers/Wenninger

Das Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz (AnsFuG)
Navigationspfeil NJW 2011, 1697–1702







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