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Konsultation: Unabhängige Organmitglieder und Ausschüsse

 

I. Allgemeine Informationen

Titel

Konsultation: Unabhängige Organmitglieder und Ausschüsse

Beschreibung

Die Präsenz unabhängiger Mitglieder im Aufsichtsrat, die befugt und qualifiziert sind, die Entscheidungen des Vorstandes kritisch zu würdigen, wird weithin als Mittel des Schutzes der Aktionärsinteressen und gegebenenfalls auch der Interessen anderer "stakeholder" verstanden. Der Aktionsplan der Kommission zur Modernisierung des Gesellschaftsrechts und zur Verbesserung der Corporate Governance in der EU (Mai 2003) hat die baldige Annahme einer Empfehlung der Kommission zur Rolle von (unabhängigen) nicht geschäftsführenden Direktoren und Mitgliedern des Aufsichtsrats in börsennotierten Unternehmen angekündigt. Die Europäische Kommission hat die Mitgliedstaaten nunmehr mit einer Empfehlung förmlich aufgefordert, die Präsenz und Stellung unabhängiger nichtgeschäftsführender Direktoren im Verwaltungs-/Aufsichtsrat börsennotierter Unternehmen zu stärken. Der Schutz der Aktionäre, Beschäftigten und der Öffentlichkeit gegen potenzielle Interessenkonflikte durch eine unabhängige Überprüfung von Entscheidungen der Geschäftsleitung ist nach Ansicht der Kommission besonders wichtig, um das Vertrauen in die Finanzmärkte nach den jüngsten Skandalen wiederherzustellen. Die Hauptgrundsätze der Empfehlung sind: - Die Verwaltungs-, Management- und Aufsichtsgremien sollten eine insgesamt angemessene Mischung geschäftsführender und nichtgeschäftsführender Direktoren/ Aufsichtsratsmitglieder umfassen, so dass keine Einzelperson oder kleine Gruppe die Entscheidungsfindung beherrschen kann. - Der Verwaltungs-/ Aufsichtsrat sollte so organisiert sein, dass eine ausreichende Zahl unabhängiger nichtgeschäftsführender Direktoren oder Aufsichtsratsmitglieder eine wirksame Rolle bei der Bestimmung und Lösung potenzieller Interessenkonflikte spielt. Zu diesem Zweck sollten normalerweise Nominierungs-, Vergütungs- und Prüfungsausschüsse innerhalb des Verwaltungs-/ Aufsichtsrates eingesetzt werden (zu Vergütungsfragen vgl. auch die Empfehlung zur Direktorenvergütung). In der Empfehlung werden Mindeststandards für die Einsetzung, Zusammensetzung und Rolle dieser Ausschüsse festgelegt. - Ein Direktor gilt als unabhängig, wenn er frei von jeder geschäftlichen, familiären oder anderweitigen Beziehung – zu dem Unternehmen, dessen Mehrheitsaktionär oder der Geschäftsführung – ist, die sein oder ihr Urteilsvermögen beeinträchtigen könnte. - Der Verwaltungs-/ Aufsichtsrat sollte sich aus Mitgliedern zusammensetzen, die zusammen über die für die ordnungsgemäße Ausübung ihrer Aufgaben erforderliche Diversität von Kenntnissen, Urteilsvermögen und Erfahrungen verfügen. - Alle Direktoren sollten ihren Aufgaben die erforderliche Zeit und Aufmerksamkeit widmen. Wenn ein Direktor zur Ernennung vorgeschlagen wird, sollten seine oder ihre anderen erheblichen beruflichen Verpflichtungen offen gelegt werden. (Text weitgehend aus Pressemitteilungen der Kommission entnommen).

Text: Englisch  
 

II. Weiterführende Dokumente

 

1. Sonstiges

Kommission
15.02.2005

Empfehlung der Kommission zu den Aufgaben der nichtgeschäftsführenden Direktoren/Aufsichtsratsmitglieder sowie zu den Ausschüssen des Verwaltungs-/Aufsichtsrats, Abl. L 52 v. 25.2.2004, S. 51 ff.

PDF-Datei
DG Internal Market
29.09.2004

Zusammenfassung der Konsultationsergebnisse

PDF-Datei
DG Internal Market
23.07.2004

Arbeitsdokument zu einer Empfehlung über unabhängige Organmitglieder und Ausschüsse

PDF-Datei






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