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Datenbank zum deutschen und europäischen Wirtschaftsrecht

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Richtlinie 2006/43/EG

 

I. Allgemeine Informationen

Titel

Richtlinie 2006/43/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Mai 2006 über Abschlussprüfungen von Jahresabschlüssen und konsolidierten Abschlüssen, zur Änderung der Richtlinien  78/660/EWG und  83/349/EWG des Rates und zur Aufhebung der Richtlinie  84/253/EWG des Rates

Abkürzungen Abschlussprüferrichtlinie
Status: Bestehend
Beschreibung

Die jüngste Flut von Skandalen in den USA und der EU, die den Kapitalmärkten und der Wirtschaft erheblichen Schaden zugefügt haben, hat deutlich gemacht, wie wichtig die Abschlussprüfung für die Glaubwürdigkeit und die Verlässlichkeit des Jahresabschlusses von Unternehmen ist.
Die jüngsten Skandale zeigen ferner, wie dringend notwendig die von der EU in diesem Bereich geplanten und in der Kommissionsmitteilung “Stärkung der Abschlussprüfung in der EU” vom Mai 2003 skizzierten Initiativen sind. Der vorliegende Vorschlag wurde in dieser Mitteilung als eine der wichtigsten Initiativen bezeichnet. Die Richtlinie wird die Pflichten, die Unabhängigkeit und die Berufsgrundsätze des Abschlussprüfers genauer regeln, zur externen Qualitätssicherung verpflichten, eine solide Beaufsichtigung des Prüferberufes gewährleisten, die Zusammenarbeit zwischen den Berufsaufsichten in der EU verbessern und den Anwendungsbereich der achten Richtlinie auf diese Weise erheblich ausweiten. Darüber hinaus liefert der Vorschlag die Grundlage für eine erfolgreiche und ausgewogene Zusammenarbeit mit Berufsaufsichten in Drittländern, wie dem Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB) in den USA, was in Anbetracht der heutigen weltweiten Verflechtung der Kapitalmärkte von zentraler Bedeutung ist.

Der Vorschlag ist keine überstürzte Reaktion auf die jüngsten Unternehmensskandale, sondern logische Konsequenz der 1996 eingeleiteten Neuausrichtung der von der EU im Bereich der Abschlussprüfung verfolgten Politik. Es wurden hierbei jedoch die jüngsten Skandale in die Überlegungen einbezogen. So sieht der Vorschlag nunmehr vor, dass der Konzernprüfer die volle Verantwortung für den Bestätigungsvermerk des konsolidierten Abschlusses trägt, und schreibt für alle Unternehmen von öffentlichem Interesse einen unabhängigen Prüfungsausschuss vor.

Richtlinie 2006/43/EG
Amtl. Angabe ABl. EG Nr. L (Rechtsvorschriften), Ausgabe 157, Jahr 2006, S.87 - 107
Datum 17.05.2006
Verkündung 09.06.2006
Art Normaler Rechtsakt
Rechtsgrundlage Art. 44 Abs. 2 g) EG
Rechtsetzung Mitentscheidungsverfahren
 

II. Textfassungen und Entstehungsgeschichte

 

1. Textfassungen

  2014/56/EU
    16.04.2014 (D)
    27.05.2014 (V)
Abschlussprüferrichtlinie (Richtlinie 2006/43/EG) geändert durch

Richtlinie  2014/56/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 zur Änderung der Richtlinie 2006/43/EG über Abschlussprüfungen von Jahresabschlüssen und konsolidierten Abschlüssen

Deutsch
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Englisch
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Französisch
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Ältere Textfassungen
(D) Datum | (V) Verkündung
 

2. Entstehungsgeschichte

01.07.2005 Bericht des Rechtsausschusses A6-0224/2005 Deutsch
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Englisch
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Französisch
15.12.2004 Stellungnahme der Europäischen Zentralbank ABL. C 157/115 Deutsch
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Englisch
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Französisch
16.03.2004 Kommissionsvorschlag KOM(2004) 177 endg. Deutsch
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Englisch
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Französisch
 

3. Auswirkungen

Änderung  Richtlinie 78/660/EWG
Deutsch Englisch Französisch
Änderung  Richtlinie 83/349/EWG
Aufhebung  Richtlinie 84/253/EWG
 

III. Umsetzung in den Mitgliedstaaten

 

1. Umsetzung in Deutschland

25.05.2009 (B)
28.05.2009 (V)

 Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts

Deutsch
(B) Beschluss | (V) Verkündung






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