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Jean-Monnet Chair

Mit Wirkung zum 1.9.2005 wurde Professor Dr. Möllers von der Europäischen Kommission ein Jean Monnet Chair verliehen.
Im Juni 2010 wurde Professor Dr. Möllers von der Europäischen Kommission die besondere Auszeichnung des Ad Personam Jean-Monnet-Lehrstuhls verliehen.
Die „Action Jean Monnet“, die den Namen des „Vaters der Europäischen Integration“ trägt, wurde von der Europäischen Union im Jahr 1990 aufgelegt. Das Programm dient der Förderung von Hochschulprojekten zur Verbreiterung des Wissens und des Verständnisses um die Europäische Union weltweit.

Ad personam Jean-Monnet-Lehrstühle sind Lehr- und Forschungsstellen mit einer Spezialisierung auf Studien zur europäischen Integration. Sie sind reserviert für (i) angesehene Professoren, die internationale Lehrerfahrung und wissenschaftliche Veröffentlichungen (zumindest teilweise außerhalb ihres Wohnsitzlandes) auf hohem Niveau nachweisen können und/oder (ii) Professoren, die als erstklassige Fachleute im Bereich der europäischen Integration einen ausgezeichneten akademischen Werdegang vorweisen können. Ad personam Jean-Monnet-Lehrstuhlinhaber müssen regelmäßig Lehrveranstaltungen zur europäischen Integration anbieten und sind daher verantwortlich, regelmäßige Reflexionsveranstaltungen zum europäischen Integrationsprozess (Konferenzen, Seminare, Gesprächsrunden) zu organisieren. Ad personam Jean-Monnet-Lehrstuhlinhaber müssen den Rang eines Professors haben und dürfen kein „Gastprofessor“ an der betreffenden Einrichtung sein.
Der Ad personam-Lehrstuhl ist direkt an die Person gebunden. Verlässt der Lehrstuhlinhaber die Hochschule, kann diese ihn nicht durch ein anderes Mitglied ihres Lehrpersonals ersetzen. Verlässt der Inhaber eines Ad personam Jean-Monnet-Lehrstuhls die ursprüngliche Hochschule, kann er den Titel weiterhin führen, sofern er sich verpflichtet, die in der ursprünglichen Finanzhilfevereinbarung festgelegten Lehr- und Studienaktivitäten weiterhin durchzuführen. Dies ist von der akademischen Einrichtung zu bescheinigen, an die der Inhaber des Titels wechselt.


Vita Jean Monnet (1888 – 1979)

Geboren im Jahr 1888 im französischen Cognac, begann Jean Monnet seine politische Karriere im Jahr 1920 als Stellvertretender Generalsekretär des Völkerbunds. Es folgten Tätigkeiten als Wirtschaftsberater in China, Polen und Rumänien. Während des Zweiten Weltkriegs wirkte Jean Monnet u.a. als Präsident des Ausschusses zur Koordinierung der Kriegsproduktion von Frankreich und Großbritannien. Im Jahr 1946 wurde er Leiter des neueingerichteten Planungsamts der französischen Regierung. In dieser Eigenschaft entwickelte er den Plan, die westeuropäische Schwerindustrie zusammenzuschließen. Aus diesem Plan, der am 9. Mai 1950 als „Schuman-Plan“ der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, erwuchs die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS, Montanunion) – die Geburtsstunde der Europäischen Integration!
Von 1952 bis 1954 war Jean Monnet der erste Präsident der „Hohen Behörde EGKS“. Er gilt als „geistiger Vater der Europäischen Gemeinschaften“. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören der Karlspreis der Stadt Aachen, die Friedensmedaille der USA und die Ernennung zum „Ehrenbürger Europas“. Seine Gebeine ruhen neben denen von Voltaire, Rousseau und Victor Hugo in der Krypta des Panthéon in Paris.







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